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Patenschaft – Badi Asha School

„Patenschaft Badi Asha School“ – (M)eine Geschichte

 

„Wieder einmal Verspätung und den Anschluss-Zug verpasst – typisch Deutsche Bahn!“ 🙁

„Morgens extra früh raus wegen Aldi-Aktion und dann alles schon vergriffen – hmpf!“ 🙁

„Wieder nur ein Tarifabschluss von 2% mehr Lohn – unmöglich!“ 🙁

„Die Mietpreise steigen und steigen und es gibt nicht ausreichend bezahlbaren Wohnraum“ 🙁

„Die Studiengebühren sind zu hoch – das kann sich nicht jeder leisten!“ 🙁

„Erst die polnischen Erntehelfer nun zukünftig Flüchtlinge als Pflegekräfte – die nehmen uns die Arbeitsplätze weg!“ 🙁    (Anmerkung: Arbeit, die anscheinend hierzulande keiner machen möchte)

 

Wir scheinen in einer Mecker-Gesellschaft zu leben; bzw. in einer Gesellschaft, in der viele nicht mit dem zufrieden sind, was Sie haben oder dieses zumindest nicht genug zu schätzen wissen, da es Ihnen eventuell nicht ausreichend bewusst ist. In letzter Zeit, insbesondere aber nach meiner erneuten Indien-Reise im Frühjahr diesen Jahres denke ich mir immer öfter: „Mensch, haben wir Probleme“.

Ursprünglich wollte ich an dieser Stelle exemplarisch über Ravi und Kishan berichten, da mir Letzterer beim gemeinsamen Arztbersuch im Krankenhaus ständig am Hosenzipfel hing und ihre Geschichte mich zu tiefst berührte. Anton, einer der Voluntäre, erzählte mir, dass die Familie gerade einmal auf 8 Quadratmetern lebe, in einer kleinen Hütte ohne Fenster. Matratzen zum Schlafen gab es keine; geschlafen wurde lediglich mit einer Decke auf dem Boden. Fließend Wasser ? – Fehlanzeige! – Wasser wurde in Eimern von einem Brunnen geholt. Die beiden Kids kamen oft mit dreckiger Kleidung und hungrig zur Schule. Vom Verhalten her leicht aggressiv und unkonzentiert sowie Aufmerksamkeit suchend, so dass die Badi Asha School für die beiden einen wunderbaren Ort darstellte. Doch leider ist zwischenzeitlich ihr Vater an Krebs verstorben, so dass sie nun bei Verwandten auf dem Land leben und die Schule nicht mehr besuchen können.

Daher nun eine andere Schicksals-Geschichte.  In Anlehnung an das Schluss-Plädoyer aus der John Grisham-Verfilmung „Die Jury“, möchte ich Euch dazu aufrufen, dass ihr Euch vorstellt, dass ihr eure Augen geschlossen habt, während die nachfolgenden Zeilen Euch vorgetragen werden würden.

Karlsruhe-Durlach – ein freundliches aber bestimmendes „Henrike, Felix – Aufsteeeeeehnnnnnn“ hallt durch die beiden Kinderzimmer. Während sich die Kids nur kurze Zeit später für die Schule anziehen (- für Felix (7) wurde von der Mutter eine Jeans und ein T-Shirt hingelegt; während Henrike (10) sich aus ihrem Kleiderschrank etwas Nettes raussuchte-) bereitet die Mutter in der Küche bereits die geliebten Verpflegungspakete vor; einmal Leberwurstbrot und Schoko-Drink und einmal Apfel, Banane und Capri-Sonne. Nach ein paar Löffeln Müsli und einem Schluck Milch kann’s dann auch schon losgehen.  Moderner Haushalt – Aufgabenteilung. Papi scharrt schon mit den Hufen, um die Kids auf dem Weg zur Arbeit noch mit dem Auto in der Schule abzusetzen. Am frühen Nachmittag werden die beiden wieder von der Mutter abgeholt. Doch ehe es ans Spielen geht steht noch gemeinsames Hausaufgaben machen auf dem Programm. Nach einer kurzen Spieleinheit geht es dann am frühen Abend für beide zum Sport; Kinderturnen und Leichtathletik sind angesagt. Umziehen, Rucksäcke packen und dieses Mal mit dem Fahrrad begleitet von der Mutter zur nahegelegenen Sportanlage. Nach einem langen und ereignisreichen Tag gibt es vor dem Schlafen gehen noch eine von Papa’s spannenden Abenteuergeschichten. Und dann heißt es „Licht aus, Augen zu…“. Henrike träumt noch von ihrem nahenden Geburtstag – einer Kinder-Party und vielen tollen Geschenken…

…zur selben Zeit in einem Armenviertel im nordindischen Varanasi. Shabnaz (5. Klasse), Rushkar (3. Klasse), Nakki (2. Klasse) und Faizan (Kindergarten) liegen dicht an dicht gemeinsam mit ihren Eltern auf dem Boden ihrer gerade einmal 6 Quadratmeter umfassenden Hütte. Mitten unter Ihnen tummelt sich noch eine Baby-Ziege. Durch die Morgensonne geweckt beginnt der Alltag der 6-köpfigen Familie. Die Kids legen ihre recht abgetragene Kleidung beiseite und ziehen sich die Schuluniform der Badi Asha School an. Während der Vater seiner täglichen Arbeit, dem Verkauf von Plastikflaschen, nachgeht, laufen die Kids gemeinsam zur Schule. Dabei haben sie einen Rucksack, den sie sich zu viert teilen; sowie ein paar Taschen der Badi Asha School. Nach einer morgendlichen Yoga-Einheit hinter der Schule, gibt es für alle Kinder im Laufe des Vormittag-Unterrichts in einer kleinen Pausen noch Brot, Bananen und Wasser. Die Mutter indes sitzt zuhause und betreibt Handarbeit. Ihre Stickarbeiten verkauft Sie, damit die Familie sich die monatliche Miete leisten kann.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Schule, nehmen die Kinder noch an den Nachmittagsaktivitäten teil (Spiele, Musik, Nähen, Tanzen, Computer, Kunst, etc.) ehe sie wieder zurück nach Hause laufen. Ihren Lebensumständen entsprechend sind die Kids glücklich und außerordentlich clever…

Und nun bitte ich Euch darum, bevor die zuvor gedanklich geschlossenen Augen langsam wieder geöffnet werden, sich einmal vorzustellen, dass eure Kinder eben nicht Henrike und Felix sind, sondern Shabnaz, Rushkar, Nakki und Faizan.

Jedes Kind dieser Welt sollte ein Recht auf Bildung haben, egal an welchen Orten dieser Erde und in welchen Verhältnissen sie aufwachsen müssen!

Es naht die Weihnachtszeit, es naht die Spendenzeit. Viele von uns tun bereits Gutes, um unsere Erde ein stückweit besser zu gestalten. Ich möchte hiermit dazu animieren, über eine „Patenschaft“ für ein Kind der Badi Asha School nachzudenken. Da die Badi Asha School trotz der Unterstützung von durchschnittlich 2-3 Voluntären ein sehr kleines Team hat, um sich um die rund 40 Kindergartenkinder und 95 Schulkinder zu kümmern, ist eine „Patenschaft“ wie man sie von Großorganisationen (bspw. Plan) kennt (individuelle Patenschaft für 1 Kind -> Briefe schreiben, Fotos austauschen) derzeit aus Kapazitätsgründen nicht machbar; allerdings wird nach Rücksprache mit der Schulleitung (Micha + Nicole) jedoch ein Verwendungsnachweis ausgestellt, welcher gewährleistet, dass die Gelder direkt der Versorgung der Kinder zukommt (= Schulkleidung, Mahlzeiten, Gesundheitliche Versorgung, Lehrkräfte, Bücher, etc.). Darüber hinaus gibt es für alle Spenden auch eine offizielle Spendenbescheinigung. Mit nur 25€ im Monat bzw. 300€ im Jahr ist all dies bereits für 1 Kind möglich. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn möglichst viele sich dazu entschließen würden auf diesem Wege etwas Gutes zu tun, indem sie Kindern durch Bildung eine Chance auf eine bessere Zukunft geben.

Das Wichtigste nochmal in Kürze:

Derzeit werden in der Badi Asha School 135 Kinder zwischen 3 und 14 Jahren aus den ärmsten Verhältnissen betreut. Der Kindergarten unterteilt sich in den „Lower Kindergarden“ (20 Kinder) und den „Upper Kindergarden“ (20 Kinder). An der Schule gibt es die Klassen A (27 Kinder), A+ (22 Kinder), B (19 Kinder), C (17 Kinder) und D (10 Kinder). Des Weiteren werden derzeit rund 30 ehemalige Schüler auf ihrem weiteren Bildungsweg nach Verlassen der Schule unterstützt. Unterrichtet werden die Kinder durch ausgebildete Lehrkräfte in den Fächern Englisch, Hindi, Mathe, Geschichte, Erdkunde und Naturwissenschaften. Darüber hinaus gibt es vor bzw. nach dem Schulunterricht Aktivitäten wie Yoga, Gartenanbau, Nähen, Musik, Kunst, Tanzen, Computer, sowie eine Nachhilfeklasse. Bücher in Hindi und auf Englisch stehen den Schülern in der kleinen Schulbibliothek zur Verfügung. Gestellt wird die Schulkleidung, sowie täglich 2 Mahlzeiten (Pausen-Snack am Vormittag sowie ein Mittagessen). Ebenso wird die gesundheitliche Versorgung sichergestellt. Lehrer/Voluntäre gehen hier regelmäßig mit den betroffenen Kindern zu einem Arzt im nahegelegenen wohltätigen Krankenhaus.

Weitere Projektinfos unter:

blog.learn-for-life.net (auf Deutsch und auf Englisch) bzw.

Facebook: Learn For Life School Official Page (auf Englisch)

Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=-TPbExhJ4XE

Spenden an:

Learn For Life Deutschland e.V. , IBAN: DE22 4306 0967 4013 4505 00 , Stichwort „Patenschaft“

Da ich nun mittlerweile zweimal direkt vor Ort war und den direkten Kontakt zur Schule pflege, bin ich selbst verständlich auch dazu bereit jegliche weitere Fragen zu beantworten bzw. beantworten zu lassen.

Für uns ist es oft nur sehr schwer vorstellbar, wie diese Menschen aus den ärmsten Verhältnissen einen Alltag, ganz anders als dem unseren, derart meistern können. Ich kann nur jedem ans Herz legen diese Lebenserfahrung durch Reisen einmal selbst zu machen, und durch den Blick über den Tellerrand hinaus zu begreifen, dass es weltweit sehr viel mehr Ungerechtigkeit und weitaus größere Probleme gibt, als nur diejenigen vor unserer eigenen Haustüre.

XXII Badi Asha School – Brown Bread Bakery (Special social project)

For me it was destiny that I had chosen the great Stops Hostel to stay at. Cause the Stops was a partner of the Brown Bread Bakery (selling food from the bakery and making advertising for them). So it happened that I went to the Brown Bread Bakery for dinner and I went there again and again and again….for the rooftop, for the live music, for the great food and the great people. While I was there I read about Micha’s (the owner of the Brown Bread Bakery) social project „Learn for Life“ (non-profit organization) and that they are running a school at Varanasi. Curious as I am I asked Micha straight ahead, if I could visit the school to see what kind of social work he is doing and I got invited. Micha gave me a look around and I was able to help to serve lunch to the pupils. When I visited the school in 2015 there were 110 students (30 kindergarden kids and 80 school kids) – kids were between 4 and 14 years old. We are talking about the kids of the most poorest families. Besides being taught at the Badi Asha School in the afternoons the kids have the possibility to play there. In between they are getting a lunch. And also the health insurance is covered by the school. Teachers were either indian ones or  foreigners that worked as volunteers. Some more things to mention which fascinated me about this project:  At the Badi Asha School every one is equal and the kids are being taught that from the beginning. This might be normal in our civilization, but we are talking about a country with a great variety of religions (Hinduism – with it’s castes system, Buddhism, Moslems, Catholics, Protestants….). AlsoMicha tries to employ disabled or older people that won’t have any chance to finding any job and also giving poor or punished or raped women who might have been kicked out by their families and were now on their ones with the kids a chance to get involved at the school. Either within the stitching project or supporting the brown bread bakery (packaging, etc.) or to help with gardening. There are so many who are in the need of help and getting some hope for life, so I am very happy that I was able to Meet Micha and Nicole and the rest of the people who have such great hearts and are running this school project. To find out more about this wonderful project feel free to visit: http://blog.learn-for-life.net/ or check them out on Facebook:   https://www.facebook.com/Learn-for-Life-School-Official-Page-VARANASI-261154148628/ .  Here now some impressions of my visit at the school…

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Und hier nun die besagte Brown Bread Bakery, wo alles begann…

(And that’s where all began for me….the already mentioned Brown Bread Bakery…)

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XXI Heiko goes Varanasi (Benares)

Discovering India by train – always exciting, always challenging!

Leaving Allahabad towards Varanasi.

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Didn’t have your shower today – just go to the train station.

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Toilets – indian style.

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Taking a tuktuk to my hostel….getting first time in touch with the crazy traffic on the streets of Varanasi….either you will hate the hole place or you will love it! I for myself did love it and so I extended, and extended and extended my stay 😉

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The Stops Hostel – best place ever! Great people! Lovely rooms and food. And the best tours (thanks to Mr. India).

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First walk around…along the ghats….I will just let the pictures speak to take you with me on this journey through Varanasi.

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The evening ceremony at the main ghat…..be ready to expect hundreds or even thousands of people.

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Back to the Stops  – some yoga session to start the next day.

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Hop on a tuktuk for a half day trip to Sarnath, a holy place for all that believe in Buddha. And definately worth the ride, as in comparison to Varanasi it felt so green and so much fresher air. Probably besides the normal dust in Varanasi it is also related to the 24 hours of burning bodies along the river Ganga, as Varanasi is the place to die at for every Hindu believing person.

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Back to Varanasi – back to the magical ghats.

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Probably one of the best walking tours I took part….the market tour.

Impressive street life…

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And what lovely group we were! – was such a pleasure to meeting each of you guys!

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Narrow alleys – no problem! Just share it with the cows and scooters. Once you want to move on and a cow stops and you can’t pass anymore  just hit her on the bu..  and you should be fine.

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Market tour finished……but with Anil you could do tours all around the clock…so the Ghat tour was next…

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This is something you better don’t do. As probably even the quality of europe’s dirtiest rivers is 100times better than the one of the holy river Ganga at Varanasi.

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A little trip to visit the Badi Asha School, a social project which I got to know about at the Brown Break Bakery…..pictures and story in a separate post.

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Back to Varanasi centre…some more street impressions…

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Sometimes it can be good when you are carrying some bananas or other fruit with you around…..never saw any happier face of a chikd or mother afterwards.

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Enjoying some delicious food on the rooftop of the Brown Bread Bakery.

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Time to say goodbye Stops Hostel – goodbye crazy , magical, beautiful Varanasi!

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